Hackerangriffe in Zeiten des Coronavirus: So schützen Sie Ihre Daten

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Hackerangriffe in Zeiten des Coronavirus: So schützen Sie Ihre Daten

Mai 18, 2020

Während der COVID-19-Pandemie haben wir gesehen, wie Menschen auf beeindruckende Weise Verantwortung übernehmen. Die Mitarbeiter der Notaufnahme setzen ihr Leben aufs Spiel und arbeiten rund um die Uhr. Freiwillige bringen älteren Menschen, die ihr Zuhause nicht verlassen können, Mahlzeiten. Angehörige von besonders gefährdeten Personen haben sich bereit erklärt, sich um deren Kinder zu kümmern, um die Gefahr einer Ansteckung zu minimieren.

Leider hat diese Krise aber auch eine Schattenseite: Hackerangriffe sind im Internet in vollem Gange. Internetkriminellen ist bewusst, dass viele von uns von zu Hause arbeiten, oft mit WLAN-Netzwerken, die alles andere als sicher sind. Viele Amerikanerinnen und Amerikaner warten auf staatliche Fördergelder, die als Lockmittel für Hacker dienen, und Betrüger haben keine Skrupel, mit den Ängsten der Menschen vor dem Coronavirus oder der stagnierenden Wirtschaft ihr böses Spiel zu treiben.

Vereinigte Staaten, China und Russland am stärksten betroffen

Die Vereinigten Staaten gehören zu den Top-Ländern, die am stärksten von den Hackerangriffen betroffen sind, aber sie stehen nicht alleine da. Anfang April gaben nationale Regierungsbehörden in den USA und in Großbritannien Warnmeldungen heraus, in denen sie vor „einem zunehmenden Gebrauch von COVID-19-bezogenen Themen durch böswillige Cyber-Akteure“ warnten.

Microsoft, welches mit dem Coronavirus im Zusammenhang stehende Hackerangriffe rund um die Welt anhand einer Karte dokumentiert, berichtete, dass China, die Vereinigten Staaten und Russland die Hauptlast der Hackerangriffe zu tragen hatten, obwohl alle 241 Nationen und Gebiete mindestens einen Virus-bezogenen Angriff erlitten haben. Die Länder mit den meisten COVID-19-Fällen sind am stärksten betroffen. Laut der Website von Microsoft nimmt die Zahl der erfolgreichen Angriffe in den Ländern zu, die von Ausbrüchen betroffen waren, „da die Angst und der Wunsch nach Informationen wächst“.

Einige der größten Hackerangriffe wurden gegen Gesundheitsorganisationen wie die Weltgesundheitsorganisation, die Gates Foundation und die Johns Hopkins University durchgeführt. Einige Hackerangriffe werden staatlich gefördert; letzten Monat berichtete Wired, dass mehr als 12 von der Regierung unterstützte Gruppen die Pandemie als Tarnung benutzen, um ihre Gegner auszuspionieren.

Die Verletzbaren werden schamlos ausgenutzt

Millionen von Amerikanerinnen, Amerikanern und Menschen auf der ganzen Welt sind leichte Beute für Hacker, die diese Pandemie als eine Gelegenheit betrachten, Profit zu schlagen und Verwüstung anzurichten. Es gibt mehrere Gründe, weshalb die Internetkriminalität während der COVID-19-Pandemie zunimmt:

  • Da viele Menschen zu Hause bleiben, um ihre Gesundheit zu schützen, verbringen sie viel mehr Zeit im Internet, beispielsweise bei der Remote-Arbeit und beim Streaming. Das bedeutet oft, dass sie sich mit einem relativ unsicheren Netzwerk verbinden müssen, welches sie anfälliger für Hackerattacken macht.
  • Die US-Regierung und andere Länder zahlen ihren Bevölkerungen Billionen von Dollar an Förder- und Arbeitslosengeldern aus. Um das Geld zu stehlen, welches Ihnen zusteht, können Hacker unbemerkt Malware in Ihren Computer einschleusen und sich damit Zugang zu Ihrem Online-Bankkonto verschaffen oder Ihre persönlichen Daten stehlen, um die Regierung davon zu überzeugen, ihnen Ihr Geld zu schicken.
  • Menschen können Hackern leicht zum Opfer fallen, wenn sie verwundbar und verzweifelt sind. Viele Menschen sind infolge der Pandemie von Krankheit und Trauer gezeichnet. Viele haben ihren Lebensunterhalt und ihre Geschäfte verloren, und so viele Menschen sind anfällig dafür, auf eine E-Mail oder einen Text zu klicken, in der ein falsches Heilmittel für COVID-19, ein „Werde schnell reich„-Programm oder irgendein anderer Betrug versprochen wird.

6 Schritte, wie Sie Ihre Daten während der Pandemie schützen

Es gibt Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihre persönlichen Daten zu schützen, unabhängig davon, ob Sie online arbeiten, streamen, shoppen oder Bankgeschäfte erledigen. Hier sind 6 Tipps, die Sie befolgen sollten:

1. Ignorieren Sie Angebote, die zu gut sind, um wahr zu sein.

Es besteht die Möglichkeit, dass Sie E-Mails oder Benachrichtigungen erhalten haben, die eine Art der Impfung gegen das Coronavirus (bisher wurde der Öffentlichkeit noch kein Impfstoff zugänglich gemacht) oder ein Testkit versprechen (es gibt nur einen von der FDA zugelassenen Test). Betrügerische E-Mails sehen oft aus, als wären sie von Gesundheitsorganisationen wie den Centers for Disease Control and Prevention oder der Weltgesundheitsorganisation versendet worden. Wenn Sie nicht überprüfen können, ob diese Nachrichten von einem seriösen Absender kommen, löschen Sie sie sofort.

2. Seien Sie vorsichtig bei gefälschten Domains und Apps.

Die Pandemie hat betrügerische Website-Domains hervorgerufen, die angeblich Informationen zu Coronavirus-Impfstoffen, Ergänzungsmitteln und Behandlungen anbieten und Sie dazu verleiten, auf einen Link zu klicken oder eine App herunterzuladen. Prüfen Sie diese URLs sorgfältig. Einige machen den Eindruck, von einer vertrauenswürdigen Quelle zu stammen, ersetzen jedoch einen oder zwei Buchstaben, um sich zu tarnen. Sie können auch eine Internetsuche nach dem Namen der Quelle durchführen. (Wenn Sie das Wort „scam“ in die Suche einfügen, kann sich herausstellen, ob es sich um einen Betrug handelt). Wenn Sie sich immer noch nicht sicher sind, ob eine Quelle seriös ist, wenden Sie sich direkt an die Organisation. Laden Sie nur Apps von seriösen Quellen wie Google Play Store oder Apple Store herunter.

3. Verwenden Sie sichere Passwörter.

Achten Sie darauf, wie Sie Passwörter sicher auswählen und aufbewahren. Dies ist eine der effektivsten Methoden, wie Sie Ihre Daten schützen können. Passwörter sollten sicher und eindeutig sein. Speichern Sie keine Passwörter auf Ihrem Computer. Verschlüsseln Sie Ihre Passwörter stattdessen mit einer Passwortverwaltungssoftware.

4. Installieren Sie Antiviren-Software und halten Sie diese auf dem neuesten Stand.

Stellen Sie sicher, dass Sie Antiviren-Software verwenden, um Ihre Computer und Geräte vor Viren, Malware, Spyware und Lösegeldforderungen zu schützen. Halten Sie diese Software auf dem neuesten Stand, um sicherzustellen, dass „Schlupflöcher“ repariert wurden, die Hacker ausnutzen könnten.

5. Verwenden Sie ein virtuelles privates Netzwerk oder VPN.

Einer der besten Wege, Ihre Daten zu schützen, ist mit einem VPN. Ein VPN dient als virtueller „Tunnel“, der alle Daten, die auf Ihre Computer und Geräte gelangen oder diese verlassen, vor Hackern, Ihrem Internetanbieter (ISP) und der Regierung verbirgt. Registrieren Sie sich nicht bei einem kostenlosen VPN – es wird Ihre persönlichen Daten wahrscheinlich zu Werbezwecken verwenden – und achten Sie darauf, Ihre VPN-App auf jedes Ihrer Geräte herunterzuladen und sie jedes Mal zu benutzen, wenn Sie online sind. Die besten VPNs haben eine No-Log“-Vorkehrung, die sicherstellt, dass niemand Ihre Daten einsehen kann, nicht einmal der VPN-Anbieter.

6. Legen Sie Sicherheitsrichtlinien für Angestellte fest, die remote arbeiten.

Die National Cybersecurity Alliance fordert Unternehmen, deren Angestellte remote arbeiten, eindringlich dazu auf, Sicherheitsvorkehrungen und -richtlinien einzuführen. Unternehmen sollten diese Vorkehrungen an Remote-Mitarbeiter vermitteln und sicherstellen, dass diese Bescheid wissen, wie sie verdächtige Online-Aktivitäten an IT-Abteilungen melden können.

Natürlich werden diese Maßnahmen Ihnen auch dann helfen, Ihre Daten zu schützen, wenn wir uns nicht in einer Pandemie befinden. Behalten Sie diese Maßnahmen also bei, wenn wir diese Krise überwunden haben, damit Sie Ihre Daten weiterhin vor Hackerangriffen und Identitätsbetrug schützen können.

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